05.09.2013   //  Von: Andreas Schmitz

 Foto: everythingpossible/ Fotolia.com

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Schöne neue Arbeitswelten

6 Thesen zu Industrie 4.0

Mehr Raum für Kreativität, ausrangierte „Altgediente“ oder doch spannende Jobs auch in hohem Alter: Wie Industrie 4.0 die Arbeit verändert.

Jeder zweite Experte ist sich sicher: Produktionsarbeiter werden Tablet, Smartphone und Co. im Produktionskontext immer mehr einsetzen. Über diese zusätzliche Vernetzung, so ist in der Studie „Produktionsarbeit der Zukunft – Industrie 4.0“ des Forschungsinstituts Fraunhofer IAO zu lesen, werden Unternehmen in der Lage sein, „Mitarbeiter ganz anders einzusetzen und ganz anders miteinander zu vernetzen, um neue Arbeitstechniken entsprechend realisieren zu können“. In Sachen Social Media sind sich die 661 Unternehmen, die an der Studie teilnahmen, nicht so einig. Etwas mehr als ein Drittel der Befragten gehen davon aus, dass die Nutzung von Social Media deutlich zunehmen wird.

Eins ist auf jeden Fall jetzt schon klar. Der Einsatz von so genannten Cyber-physischen Geräten wird die Arbeitswelt massiv verändern, unter anderem weil etwa die massenhaften “Nachkommen” der Smartphones und Tablets – die Business-Apps – sehr spezifische Aufgaben übernehmen können – und deshalb für den Produktionsprozess sehr sinnvoll sein können. Jene Vernetzung also zwischen Software und Mechanik ist hoch komplex und erfordert von den Mitarbeitern nicht nur traditionelles Ingenieurwissen, sondern auch die Affinität zur digitalen Welt. Maschinelle Extraktionen von Informationen aus unstrukturierten Daten, zielgenaue Suche in riesigen Datenmengen sowie auch die Zusammenführung diverser Sensordaten und der Umgang mit mobilen Geräten, die die Abläufe visualisieren, erfordern ein breites technisches Wissen.

Was Industrie 4.0 für die Arbeitswelt bedeuten kann

Die Frage ist nur, welche Mitarbeiter künftig in diesem Prozess gebraucht werden. Dazu ein paar Thesen:

These 1: Digital Natives definieren die Art zu arbeiten. Sie werden nicht verstehen, warum ein Unternehmen – auch ein Produktionsunternehmen – keine Smartphones einsetzt, um die Produktion zu steuern. Mit ihrer Affinität zu mobilen Geräten werden sie wie selbstverständlich auch andere Geräte steuern können. Diese neue Generation wird ältere Mitarbeiter an den Rand drängen, da sie es gewohnt ist, sich schnell auf neue Technologien einzustellen.

These 2: Industrie 4.0 wird die Mitarbeiter in einem Unternehmen zufriedener machen, denn sie können selbstverantwortlicher arbeiten als je zuvor. Informationen werden künftig auf Knopfdruck zur Verfügung stehen. Echtzeittechnologien sind die Voraussetzung dafür, dass Mitarbeiter sehr präzise in die Prozesse eingebunden werden können und immer auf dem aktuellsten Stand sind. Das schafft neue Freiräume für Kreativität, der bisher noch nicht dagewesen ist.

 Weiter zu den Thesen 3 bis 6

Mehr zum Thema:  Machine to Machine (M2M)

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