05.11.2009
Von: Christoph Zeidler
Die Übernahme von Business Objects durch die SAP Anfang 2008 war eines der größten Fusionsprojekte in der Geschichte der Softwareindustrie. John Schwarz, vormals CEO des Business-Intelligence-Spezialisten, heute Mitglied im SAP Vorstand, über Erfolge und Pläne nach dem Zusammenschluss.

John Schwarz, SAP Executive Board (Foto: SAP AG)
SAP.info: Welche Bilanz ziehen Sie ein Jahr nach der Fusion der beiden Softwarefirmen?
John Schwarz: Der Kunde stand bei unserem Zusammenschluss von Anfang an im Mittelpunkt. Uns liegt daran, dass die Anwender unseren Produktplan im Detail verstehen, dass sie ihre Geschäftsbeziehungen zur SAP konsistent weiterführen können und dass wir uns ihrer Anforderungen annehmen. Dieses Ziel haben wir erreicht. Der Markt hat unsere Roadmap gut aufgenommen. Wir verfügen heute über eine gemeinsame Preisliste, einheitliche Geschäftsbedingungen, einen integrierten Vertrieb und eine durchgängige Supportinfrastruktur. Infolgedessen profitieren unsere Kunden vom Besten beider Welten.
SAP.info: Business Intelligence reicht vom Reporting über die Datenanalyse bis zur Geschäftsprognose. Wo liegt nach dem Zusammenschluss der Fokus?
John Schwarz: Wir vertreiben ein Portfolio an BI-Lösungen, mit denen sich Unternehmen über alle Aspekte ihres Geschäfts Klarheit verschaffen und sich intern wie extern vernetzen können. Hierzu trägt eine Systemschicht bei, die Daten aller Quellen konsolidiert und ihre Qualität sichert. Bei den Quellen kann es sich um SAP-Transaktionssysteme handeln, um SAP-BusinessObjects Lösungen oder um sonstige interne oder externe Systeme.
Auf diesen Bestand greifen zahlreiche Werkzeuge zur Abfrage, Auswertung, Visualisierung und Modellierung zu. Der Kunde braucht verlässliche, jederzeit verfügbare, nach den Erfordernissen der jeweiligen Zielgruppe aufbereitete Informationen. Genau dazu verhelfen wir ihm. Mit der Kombination aus SAP-Software und Business-Objects-Lösungen haben wir in der Bereitstellung und Analyse geschäftsrelevanter Daten die Führung übernommen. Da die Informationen zur Auswertung direkt aus dem Quellsystem in den Arbeitsspeicher geladen werden, liegen die Ergebnisse sofort vor.
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