04.09.2013   //  Von: Werner Kurzlechner

 Grafik: grasundsterne GmbH

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Cloudifizierung auch im SAP-Hosting

Die Trends im IT-Outsourcing

Die Grenzen zwischen Outsourcing und Cloud Computing verschwimmen zusehends. Prägender Trend ist entsprechend die Verzahnung mit den Möglichkeiten des Cloud Computing.

Über allem hängen die Wolken und sie verdichten sich immer mehr – das ist das wichtigste, was man momentan über die bestimmenden Entwicklungen im Markt für IT-Outsourcing wissen muss. Die Grenze zwischen klassischer Auslagerung und Dienstleistungen der Kategorie Cloud Computing scheint beinahe zu verschwimmen. Von „Cloudifizierung“ spricht man beispielsweise bei Pierre Audoin Consultants (PAC). Laut PAC-Consultant Karsten Leclerque hat dieser Trend in den vergangenen beiden Jahren die Kernveränderungen im internationalen und auch im europäischen Markt vorgeben. Und zwar gilt das beim IT-Outsourcing im Allgemeinen, bei den SAP-Services im Speziellen und auch in einem Teilsegment wie SAP-Hosting, das Leclerque derzeit für eine Studie über den deutschen Markt untersucht. „Die Kunden wollen offenbar diese Modelle“, sagt Leclerque.

Konkret sind mit dem Begriff der Cloudifizierung skalierbare Ressourcen und nutzungsabhängige Abrechnung gemeint. In einer höchst vielfältigen Anbieter- und Anwenderlandschaft geschieht das auf heterogene Weise in der Regel so, dass neben einem fixen Basisbetrag für Service-Leistungen auch flexible Preisbestandteile vereinbart werden. Boten vor zwei Jahren vor allem Technologieriesen wie HP, IBM oder T-Systems derartige Mischabrechnungen an, sei dies inzwischen Marktstandard geworden, so der PAC-Experte. Zur Cloudifizierung zählt laut Leclerque aber auch, dass Dienstleister neben ihren speziellen Services etwa im SAP-Hosting bei ihren Kunden auch mit Angeboten auf einem Marktplatz für Software-as-a-Service (SaaS) punkten wollen. Nebenan in der Cloud gibt es auch noch schöne und günstige Zusatzleistungen, lautet die Botschaft.

Outsourcing-Megadeals 15 Prozent unter Vorjahresniveau

Die Herausforderung für die Anwender besteht darin, bei all den Diensten unterschiedlichster Couleur für sich eine stimmige Vergleichbarkeit der anfallenden Kosten herzustellen. Ansonsten dürfen sie sich über seit Jahren tendenziell fallende Preise freuen – und das in einem Gesamtmarkt, der seit langem nicht überbordend, aber stetig wächst. Diesen verlässlichen, tendenziell langweiligen Wachstumspfad sollte man im Hinterkopf haben, wenn man Meldungen über die Marktentwicklung liest – denn diese zeichnen häufig ein sehr buntes und turbulentes Bild. So erweckten unlängst neue Zahlen des US-Beratungshauses Information Services Group (ISG) den Eindruck, der Outsourcing-Markt in Europa sei drastisch eingebrochen. Regelmäßig addiert ISG den jährlichen Vertragswert von Megadeals mit mindestens vier Millionen Euro an Volumen. In der Region EMEA lag dieser im ersten Halbjahr 2013 mit 3,4 Milliarden Euro 15 Prozent unter dem Vorjahresvergleichswert und damit so niedrig wie zuletzt im Krisenjahr 2009. ISG misst aber stets nur die Megadeals, und hier gibt es kurzfristig bisweilen extreme Ausschläge, die zufällig sein können.

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Dieser Artikel ist Teil unseres Themenschwerpunkts IT-Outsourcing. Alle Beiträge des Schwerpunkts finden Sie in unserem Special.

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