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22.06.2009

Schritt für Schritt vorgehen

Von: Johannes Gillar

Wirtschaftskrisen sind für Argentinien fast normal. Diego Lozano, Country Manager der SAP, erklärt, warum Argentinien der derzeitigen Wirtschaftskrise entspannt gegenübersteht und trotzdem Erfolg hat.

Diego Lozano, Country Manager SAP (Foto: SAP)

Diego Lozano, Country Manager SAP (Foto: SAP)

SAP.info: Welche Möglichkeiten hat SAP in Argentinien?

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Lozano: SAP ist eindeutig Marktführer im Bereich Anwendungssoftware. Wie IDC in einer Studie vor kurzem ermittelt hat, beträgt der Marktanteil von SAP mehr als 43 Prozent. Wir sind sowohl im Mittelstand als auch bei den Großunternehmen sehr präsent. Und es gibt hier viele ausländische Firmen. In Argentinien sind momentan mehr internationale Unternehmen als einheimische ansässig. Die Dichte an Firmen ist hier größer als in den anderen Staaten Lateinamerikas.

SAP.info: Welche Herausforderungen sieht SAP in Argentinien?

Lozano: Die aktuelle Wirtschaftskrise sorgt vor allem für eine Menge Unsicherheit bei den Menschen. Jedoch leben wir Argentinier schon so lange mit dieser Unsicherheit, dass es sich schon ziemlich normal anfühlt. Im Jahr 2002 erlebten wir einen schweren Abschwung, der eine massive Geldentwertung nach sich zog. Das führte dazu, dass alle langfristig angelegten Investitionen, die seit 1990 getätigt worden waren, zum völligen Stillstand kamen. In dieser Zeit war es sehr schwierig, langfristig angelegte Projekte zu starten. Jetzt denke ich, dass wir nun weltweit mit einer ähnlichen Situation konfrontiert sind: Unternehmen werden ihre Geschäftsabschlüsse noch intensiver prüfen, wobei sich der Erfolg frühzeitig einstellen muss.

SAP hat in Argentinien viele Projekte laufen, aber jetzt ist die Konkurrenz größer geworden. Daher müssen wir bei neuen Vertragsabschlüssen Schritt für Schritt vorgehen: Wenn wir Business Intelligence (BI) verkaufen wollen, müssen wir uns auch wie ein intelligentes Unternehmen verhalten – Unternehmen kaufen nicht automatisch eine BI-Lösung der SAP nur weil sie SAP-Kunden sind.

SAP.info: Welchen Ratschlag geben Sie den Unternehmen, um die Krise zu meistern?

Lozano: Bleiben Sie nahe dran an Ihren Kunden. Auch wenn das leichter gesagt als getan ist. Ich denke aber in Zeiten der Krise muss SAP sehr kreativ in ihrer Vernetzung sein. Die Krise birgt auch viele Chancen und so werden auch Gewinner daraus hervorgehen.

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