Ausblick: SAP-Technologie 2012

EHP 1 für NetWeaver 7.3, UI und neue Apps - auf den DSAG-Technologietagen präsentiert SAP die Technikstrategie der kommenden Monate. Wir sind vor Ort in Nürnberg.

Ob In-Memory-Technologie, Virtualisierung oder mobile Software – auf den DSAG-Technologietagen setzen sich einmal im Jahr deutschsprachige SAP-Anwender mit dem Walldorfer Softwarekonzern an einem Tisch, um die Roadmap der kommenden Monate festzulegen und Missstände anzusprechen.  In diesem Jahr erreichte die Veranstaltung einen neuen Rekord: 1750 Teilnehmer – rund 400 mehr als im vergangenen Jahr – kamen in Nürnberg zusammen, um mit der SAP über neue Technologien und Anwendungen zu diskutieren.

Diskussionsbedarf gibt es allemal: Eine Umfrage, die die DSAG im Dezember 2011 durchgeführt hat, ergab, dass rund ein Drittel aller Kunden wieder mehr in ihr SAP-System investieren möchten. BI-Lösungen, SAP NetWeaver, mobile Software und SAP Business Warehouse stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr gab sich DSAG-Technologiechef Marco Lenck versöhnlich und hatte an die SAP  außer nutzenbezogene Lizenzmodelle und Verbesserungen der  Bedienoberfläche kaum Wünsche. Für das Thema Bedienbarkeit gibt es seit kurzem auch einen neuen Arbeitskreis “UI”.

Informationsbedarf über EHPs

Insbesondere was die mobilen Anwendungen angeht, sieht Lenck im Vergleich zu 2011 ein gewaltiges Wachstumspotenzial. Die Themen Cloud Computing und In-Memory-Technologie seien, wie die Umfrage zeigte, noch nicht richtig bei den Kunden angekommen. Das Interesse sei zwar vorhanden, der Informationsbedarf jedoch hoch und die Investitionsbereitschaft eher zögerlich. Das Gleiche betrifft die Erweiterungspakete (EHPs) für ERP 6.0: Mehr als die Hälfte aller Anwender kennt die Funktionen der EHPs nicht.

Am Ende seiner Keynote stellte Lenck COO Gerhard Oswald als „langjährigen Begleiter der DSAG“ vor. Oswald kündigte die Integration der Backends in den SAP-Support an: Im April 2012 werden die Sybase-Anwendungen vollständig im Support integriert sein.

SAP HANA setzt neue Infrastruktur voraus

Erst kürzlich hat SAP zwei Anwendungen für den Mittelstand herausgebracht, die SAP HANA unterstützen. SAP HANA, so Oswald, setze eine komplett neue Infrastruktur voraus, die aus Hardwarekomponenten und Software besteht. SAP werde das HANA-Produktportfolio zwar auch für den Mittelstand anbieten, dies scheitere aber bei kleinen Unternehmen oft an den hohen Preisen. Lenck betonte mit Nachdruck, dass es wichtig sei, gerade für den Einstieg in SAP HANA auch kleinere, überschaubare Pakete anzubieten.

Oswald erklärte, dass SAP HANA bestehende Anwendungen nicht nur schneller mache, sondern dass auch andre Softwarehäuser auf Grundlage dieser Plattform neue Anwendungen programmieren können.

Im Hinblick auf Cloud-Computing wird SAP noch in diesem Jahr neue LoB-Anwendungen herausbringen, die insbesondere Funktionen des Personalmanagemets und der Reisekostenabrechnung erfüllen. Die erst kürzlich abgeschlossene Übernahme der Firma SuccessFactor treibt die Cloud-Strategie weiter voran. Auf der CeBIT in zwei Wochen wird es eine neue Roadmap hierzu geben.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: UI, Apps und EHP 1 für NetWeaver 7.30 – neue SAP-Technologien für 2012

  • Linkedin
  • Facebook
  • Twitter
  • Xing

Weiterempfehlen

  1. (Pflichtfeld)
  2. (Pflichtfeld)
  3. (Pflichtfeld)
  4. (Pflichtfeld)
  5. Captcha
 

cforms contact form by delicious:days