19.10.2009
Von: Frank Völkel
Ob Tesla, Mini oder Smart - Autos fahren elektrisch, gewinnen Energie beim Bremsen und laden an der Steckdose. Die weltgrößte Elektroauto-Messe zeigte Prototypen, Energiespeicher und Ladetechnik. Die SAP.info-Redaktion präsentiert die Messe-Highlights.

Multicar Fumo E1 auf der Elektroauto-Messe eCarTec 2009 (Foto: Frank Völkel)
Die Umwelt-Diskussion der letzten Jahre hätte nicht brisanter ausfallen können. Wollen die Industriestaaten ihre CO2-Ziele erreichen, richtet sich der Blick nach alternativen Antrieben – das war deutlich auf der benachbarten Veranstaltung SAP Utilities Conference - siehe Artikel Stromzähler 2.0 – zu hören. Einen Fuhrpark mit Elektroautos planen MVV und SAP im Projekt “Green Fleet”, dazu folgt in Kürze ein Artikel.
Wäre nicht von Anfang an der Akku der begrenzende Faktor gewesen, hätten Verbrennungsmotoren in Otto- und Dieselausführung nie Karriere gemacht. Schließlich war der Elektromotor schon vor über 100 Jahren im Wirkungsgrad weit überlegen, wenn nicht das Problem des mitzuführenden Energiespeichers gewesen wäre. Zum Vergleich: In einem Liter Diesel steckt ungefähr das 80-fache an Energie gegenüber dem gleichschweren Akku.
Der Stromspeicher setzt rein objektiv die Grenzen beim elektrischen Fahren, doch hat die Akkutechnik in den vergangenen 10 Jahren große Fortschritte gemacht. Es ist vor allem der Lithium-Ionen-Akku, der den Siegeszug im Consumerbereich gemacht hat. Lithium ist das leichteste Metall, welches zudem in der chemischen Spannungsreihe das höchste negative Potenzial und eine Zellspannung von 3,6 Volt bietet. Eine weitere Variante ist der Lithium-Polymer-Akku, dessen wesentlicher Unterschied im Ersatz des Elektrolyten durch einen ionendurchlässigen Kunststoff besteht.
Akkus im Fahrzeug, die wegen der geforderten Energiemengen die Reihenschaltung vieler hundert Li-Ionen-Zellen zu einem Hochspannungssystem erfordern, müssen in einem Temperaturbereich zwischen 25°C und 40°C gehalten werden. Anders als bei Akkus in Notebooks oder Mobiltelefonen wird eine Lebensdauer von mindestens 10 Jahren in Elektroautos angestrebt. Denn der Preis pro Kilowattstunde liegt immer noch bei zirka 1.000 Euro, so dass ein vergleichsweise kleiner Akku mit 20 kWh Kapazität auf 20.000 Euro kommt.

Hai E3 aus Österreich mit Radnabenmotoren (Foto: Frank Völkel)
Ralf (19.10.2009, 13:26)
Der E3 sieht klasse aus! Nicht gerade das typische Okö Auto :-) Beste Grüße Ralf www.elektroautokaufen.de