
Ralph Treitz, Vorstand der VMS AG
Den Überblick bewahren
Ralph Treitz, Vorstand der VMS AG, erläutert, wie man die Komplexität der SAP-Landschaften beherrscht.
Die „Herren der Systeme“ im IT-Betrieb sind tagtäglich mit der Komplexität der SAP-Landschaften konfrontiert. Von ihnen wird erwartet, dass die Performance ohne Abstriche stimmt und die Kosten des Betriebs nicht aus dem Ruder laufen. Ralph Treitz, Vorstand der VMS AG, erläutert im Gespräch, wie Benchmarking hilft, die Komplexität der SAP-Landschaften zu beherrschen.
SAP.info: Komplex, kostspielig … die Klagen über den Betrieb der SAP-Software sind hinlänglich bekannt. Treffen diese auch zu?
Treitz: Sie dürfen nicht komplex mit kompliziert verwechseln. Selbst die einfachsten Dinge lassen sich kompliziert darstellen. Dagegen lässt sich die Komplexität in Anwendungslandschaften nicht ganz vermeiden.
SAP.info: Warum ist kein „keep it simple stupid“ möglich?
Treitz: Die reale Unternehmenswelt ist vielfältig und komplex. Folgt ein Software-Anbieter dem Anspruch, Unternehmen bestmöglich zu unterstützen, hält diese Komplexität zwangsläufig Einzug in die IT-Umgebung. SAP-Systeme, die exponentielle Möglichkeiten der Differenzierung in den Unternehmensprozessen bieten, sind vor diesem Hintergrund echte Meisterleistungen der IT. In ihnen steckt eine Menge an Logik, Kreativität und Domänenwissen.
SAP.info: Ungeachtet dessen neigen SAP-Systeme im Produktiveinsatz zu wachsen, Antwortzeiten verschlechtern sich und Betriebskosten laufen aus dem Ruder.
Treitz: Jede Modifikation, Neuimplementierung oder Eigenentwicklung, jeder zusätzliche Nutzerkreis macht die SAP-Systemlandschaft komplexer und verteuert zum Teil deren Betrieb. Das liegt in der Natur der Sache. Selbst Projekte, die einen positiven wirtschaftlichen Effekt auf den Geschäftsprozess haben, belasten zur Leistungserbringung letztlich das Budget der IT. Der IT-Betrieb eines Unternehmens ist nun gefordert, diese Komplexität zu beherrschen.
