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07.01.2003

Schnellere Entwicklung für Web-Anwendungen

Das Business-Server-Page-Modell ist eine leistungsfähige Technik zur Implementierung von Web-Anwendungen und Web-Oberflächen auf der SAP-Web-Application-Server-Plattform. Zwei neue Erweiterungen ebnen den Weg zu schnellerer Entwicklung und mehr Flexibilität.

Business Server Pages (BSP) bieten einen einfachen, direkten Ansatz zur Präsentation klassischer SAP-Inhalte im Web Browser, etwa von SAP-Tabellen oder von Ergebnissen des Aufrufs von Funktionsbausteinen. Darüber hinaus ist die BSP-Laufzeit eng in die traditionelle ABAP-Laufzeitplattform integriert. Viele bekannte Workbench-Tools wie beispielsweise der Object Navigator, der Editor und der Debugger, lassen sich deshalb auch für die Web-Entwicklung nutzen. Mit wenigen HTML-Kenntnissen können ABAP-Entwickler in einem eintägigen Workshop genug lernen, um Web-Anwendungen neu zu entwickeln.

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Zwischenzeitlich hat sich die BSP-Technologie weiterentwickelt: Unlängst hat SAP einen vollständig J2EE-fähigen Web Application Server (Web AS) bereitgestellt, der sowohl Java- als auch ABAP-Technology-Stacks unterstützt. Für die nächste Version des Web AS hat SAP eine neue Strategie für die Benutzeroberfläche angekündigt, das Web Dynpro. Web Dynpro bietet in Web AS 6.30 eine modellgesteuerte, plattformunabhängige Web-Oberfläche zum Java- und ABAP-Stack.

Was bedeutet nun die Einführung von Web Dynpro für den ABAP-Entwickler? Zunächst sollten ABAP-Entwickler ihre BSP-Kenntnisse auf dem aktuellen Stand halten. Die BSP-Laufzeit ist eine der Zielplattformen für das Web Dynpro. Außerdem ist es bei der Entwicklung von Web-Anwendungen und -Oberflächen jetzt möglich, die Richtlinien hinter dem Web Dynpro einzubeziehen. Programmiertechniken, die sowohl vom klassischen BSP-Programmiermodell abstrahieren, als auch die Wiederverwendbarkeit und Abstraktion des Designparadigmas die Web-Dynpros bieten, werden künftig sehr gefragt sein.
Das aktuelle Release des SAP Web AS (6.20) bringt zwei wichtige Erweiterungen in das BSP-Modell ein. Dabei handelt es sich zum einen

  • um BSP-Extensions, also um neue SAP-Tag-Bibliotheken, die allgemeine Aufgaben bei der Oberflächenprogrammierung unterstützen, um kompakteren und effizienteren Code zu erhalten,
  • zum anderen um Unterstützung für das Pattern des Model View Controller (MVC) direkt in der ABAP Workbench. MVC ist ein Entwicklungsansatz, der dem Code eine Abstraktionsebene hinzufügt, um die Wiederverwendbarkeit und Wartungsfreundlichkeit zu erhöhen.

Diese erweiterten Programmiertechniken unterstützen Entwickler bei der Erstellung von Oberflächen. Sie orientieren sich am Web-Dynpro-Modell, beschleunigen die Entwicklungsaktivitäten und leisten dem Entwickler bei aktuellen und zukünftigen Web-Anwendungen und -Oberflächen gute Dienste.

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