10.09.2008
Das SAP User Group Executive Network, kurz SUGEN, wurde im Herbst 2007 gegründet und repräsentiert alle 31 aktiven SAP-Anwendergruppen weltweit. Der Verbund versteht sich als gemeinsames Sprachrohr der Anwendergruppen im Dialog mit der SAP.
Die Globalisierung war einer der Hauptgründe, das Netz zu knüpfen. Der Blick aufs Ganze steht dabei im Mittelpunkt der überregionalen Kooperation. Mike Stoko, Präsident des SUGEN, erläutert: „Erstens soll die Zusammenarbeit der User Groups mit der SAP weltweit effektiver und effizienter werden. Zweitens müssen die erarbeiteten Lösungen nicht nur auf regionaler, sondern auch auf globaler Ebene allen Mitgliedern zur Verfügung stehen. Unser Netzwerk ergänzt die Arbeit der Regionalgruppen; wir unterstützen sie, ihre Ergebnisse weltweit anzuwenden. Dabei bemühen wir uns auch, kulturelle und sprachliche Barrieren zu überwinden.”
Die Organisation stimmt weltweit übergreifende Themen wie internationale Produktentwicklung oder Service und Support ab und übermittelt der SAP ein konsolidiertes Feedback der Kunden.
Während die Regionalgruppen regionale Probleme angehen, beschäftigt sich SUGEN mit strategischen Themen. „Ursprünglich war die Gründung einer weltumspannenden Anwendergruppe geplant. Zu unserer Freude entwickelt sich das Vorhaben zu einem Dachverband. Gemeinsam erreichen wir mehr für jedes Mitglied, als wenn wir lediglich eine weitere Anwendervereinigung gebildet hätten”, so Matthias Herzog, Vize-Präsident SUGEN.
Insbesondere für kleine User Groups ergeben sich enorme Vorteile, so Per Högberg, der Dritte aus dem SUGEN-Führungstrio: „Manche User Groups verfügen über keinerlei Infrastruktur. In der schwedischen Gruppe sitzen aber zwei Mitglieder von Weltrang: Volvo und Ericsson. Beide hatten früher keine Möglichkeit, auf der internationalen SAP-Bühne aufzutreten. In solchen Fällen ist SUGEN besonders wichtig.”
Stefan Kneis ist Ansprechpartner bei der SAP. Seiner Meinung nach ergänzt „SUGEN die engen Kontakte, die wir zu gut dreißig Regionalgruppen pflegen, um eine globale Perspektive. Außerdem ist es effizienter, wenn etwa unser Vorstandssprecher oder die Entwicklungsleiter übergreifende Themen mit dem Verbund diskutieren, statt sich mit jeder Gruppe einzeln zusammenzusetzen.”
Dabei habe die SAP nicht vor, regionale Strukturen oder Beziehungen zu ersetzen. Kneis: „Uns ist vielmehr daran gelegen, die Beziehungen zu möglichst vielen User Groups zu stärken, und zwar insbesondere zu denen, die sich im SUGEN engagieren. Wir sehen das Netzwerk als Plattform, um Prozessstandards für Anwendergruppen zu entwickeln.”

Zwölf regionale Anwendergruppen bilden seit der Gründung das SUGEN. Alle genießen das gleiche Mitspracherecht.
Stoko erklärt die Arbeitsweise: „Zunächst trägt jede Gruppe die Wünsche ihrer Mitglieder zusammen. Aus diesen Informationen leiten wir überregionale Prioritäten ab. Anschließend nehmen die Mitglieder zu den ausgewählten Problemen Stellung und skizzieren die erwartete Lösung sowie deren Vorteile sowohl für die Anwender als auch für die SAP. Im Führungsgremium entscheiden wir, welche dieser Vorschläge umgesetzt werden.”
So sind drei Arbeitsgruppen entstanden:
Einmal im Jahr kommen die Vertreter der Anwendergruppen zusammen. Unterjährig werden aktuelle Themen telefonisch diskutiert und abgestimmt. Trotz der globalen Initiative bleibt die Unabhängigkeit der lokalen User Groups erhalten.
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