
BPI: Business Perfomance messen und vergleichen (Foto: Fotolia)
Gradmesser für den Erfolg
Der Business-Performance-Index (BPI) misst nun auch Geschäftsprozesse der Branchen Dienstleistung und Handel. Erkenntnis aus der Fertigungsindustrie: Ein deutlicher Zusammenhang zwischen IT-Unterstützung und Prozessqualität.
Das neu entwickelte, ganzheitliche Messinstrument soll Mittelständlern vor allem in zweierlei Hinsicht dienen. Erstens: Firmenvertreter erhalten einen Überblick darüber, welche Geschäftsprozesse in der mittelständischen Industrie und ihren Teilbranchen besonders relevant sind und wie sie umgesetzt werden. Zweitens: Die Manager erfahren, wie es diesbezüglich um ihr Unternehmen bestellt ist. Sie können sich mit anderen vergleichen und erhalten auf diese Weise Informationen, wo sie den Hebel ansetzen müssen.
Pilotbranche für diesen in seiner Tiefe und Breite bislang einmaligen Index war im vergangenen Jahr das produzierende Gewerbe. Dazu haben die Marktforscher von techconsult mehr als 800 Interviews (Telefonaktion plus Fragebogen) mit Führungskräften durchgeführt. Beteiligt haben sich 430 Unternehmen. Abgefragt wurden die wichtigsten Geschäftsprozesse, wobei Hauptsponsor SAP und Partner itelligence wertvolle Tipps beisteuern konnten. Zusätzlich haben die Analysten Indikatoren wie Leistungsbilanz und IT-Unterstützungsgrad in ihre Bewertung einfließen lassen.
Metall topp, Holz floppt
Das Ergebnis, nachdem die mittelständische Fertigungsindustrie in Deutschland, Österreich und der Schweiz 2010 einen BPI-Wert von 71 aus 100 erzielt, ist laut techconsult-Chef Peter Burghardt grundsätzlich in Ordnung. Bei den Subbranchen schneidet die metallverarbeitende Industrie überdurchschnittlich gut ab, gefolgt von der Elektrotechnik. Am Ende der Skala rangiert die Holz- und Möbelbranche.
Die genauere Analyse macht allerdings deutlich, dass noch viel Luft nach oben ist. Burghardt: „Es handelt sich hierbei um einen Mittelwert. Vor allem kleinere Unternehmen liegen unter 50, nur wenige größere Firmen erzielen einen BPI-Wert von über 90.“ Burghardt legt deshalb allen Mittelständlern ans Herz, das kostenlose Werkzeug zu nutzen. Jedes Unternehmen sollte ein Interesse daran haben, seine Wettbewerbsposition zu kennen und bei Bedarf zu verbessern.
