
Geht schneller: Software auf den neuesten Stand bringen (Grafik: grasundsterne)
EHP: Schnelle Updates für SAP
Software auf den neuesten Stand bringen: Update von ERP 6.0 oder Upgrade von SAP R/3 - Möglichkeiten mit Funktionsmodulen. Was bringen Erweiterungspakete? Durchblick im Versions-Dschungel.
Weltweit setzen knapp 86.000 Kunden auf SAP-Software. Wenige davon greifen bisher auf den letzten Stand der Entwicklung zu – gemeint ist die Business Suite 7 samt ihren Applikationen. Seit 2006 gibt es die Möglichkeit, bestehende Software kostenlos auf den neuesten Stand zu bringen. Durch so genannte Erweiterungspakete (EHPs) können die Bestandskunden auf umfangreiche und teure Upgrades verzichten. Bisher gab es in der Suite nur EHPs für ERP, die übrigen Applikationen erhalten erstmals 2010 ein Update.
Das bringt gegenüber der herkömmlichen Methode in erster Linie eine deutliche Zeitersparnis beim Software-Upgrade-Prozess. Die einfach zu installierenden Upgrades sind vollkommen kompatibel zu ERP 6.0. Für Mitte 2010 gibt es neben dem EHP5 für ERP 6.0 auch das EHP1 für CRM 7.0, SRM 7.0, SCM 7.0 und PLM 7.0.
Das Konzept der Erweiterungspakete bringt technisch betrachtet ein vollkommen neues Konzept bei der Software-Logistik. Denn mit den EHPs sind Kunden in der Lage, gewünschte Funktionen bei der Installation selbst auszuwählen und zu aktivieren, was die Standardfunktionen anbelangt. Hat ein Kunde bereits Anpassungen von Standard-Funktionen vorgenommen, so müssen diese auch im EHP-Update-Prozedere berücksichtigt werden. Somit entfallen die teilweise längeren Implementierungszeiten, wie sie langjährige SAP-Kunden kennen. Über das Switch-Framework können Kunden die ausgelieferten Business Functions aktivieren, das betrifft jedoch nicht die kundenspezifischen Anpassungen. Letztere können sich bei Großkunden mit internationalem Geschäftsfeld deutlich von denen lokal operierender kleinerer Unternehmen unterscheiden.
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