18.02.2009
Von: Markus Winter, SAP Managed Services
Betreiber von Rechenzentren kennen das Dilemma: Hohe Infrastrukturkosten lassen sich nur mittels Virtualisierung senken.

Virtuelle Maschinen erlauben mehrere, parallele Betriebssysteme auf einem Rechner.
Bisher ließen sich betriebliche Anwendungen nur über neue physische Servereinheiten erweitern. Das heißt: Wachstum musste immer über die Aufstellung neuer Server im Rechenzentrum abgebildet werden.
Mit den Jahren sind dadurch große, komplexe Landschaften entstanden. Gleichzeitig sorgt der technologische Fortschritt für eine zunehmende Leistungsfähigkeit moderner Hardware, so dass die Rechenleistung der einzelnen Computer nicht mehr voll ausgeschöpft werden kann. Nicht selten betreiben mittlere und große Unternehmen heute mehrere tausend Server mit einer durchschnittlichen Auslastung von deutlich unter 20 Prozent.
Virtualisierung
… geht über den Serverbetrieb hinaus und lässt sich allgemein als die Abstraktion von Ressourcen beschreiben, wobei der Begriff Ressource für Hardware-, Software- oder eine logische Komponente (wie zum Beispiel eine IP- oder andere Zugriffsadresse) stehen kann. Neben der Virtualisierung von Computern in virtuelle Maschinen, das so genannte Virtual Computing, gibt es etliche weitere Einsatzfelder auf allen Ebenen der IT-Infrastruktur, wie zum Beispiel virtuelle Netzwerke (VLAN) , so dass Virtualisierung das gesamte Rechenzentrum umfassen kann.
Im Großrechnerumfeld sind Rechenleistung ein vergleichsweise kostbares Gut und eine deutlich höhere Ressourcen-Auslastung an der Tagesordnung. So wundert es nicht, wenn eine dort seit den 1970er Jahren etablierte Technologie nun in abgewandelter Form eine „Renaissance“ im Rechenzentrum erlebt. Die Rede ist von Virtualisierung – oder genauer gesagt von Server-Virtualisierung – einer Technologie, die es bereits vor 30 Jahren ermöglicht hat, Großrechner in mehrere kleinere logische Einheiten, sogenannte virtuelle Maschinen (VM), zu unterteilen.
Virtualisierung bezeichnet die Einführung einer logischen Schicht zur Verwaltung und Aufteilung von Ressourcen, um hierdurch eine logische Trennung der Präsentation von Ressourcen und den tatsächlichen physischen Ressourcen zu erreichen.
Doch wie hilft das konkret dem Betrieb eines Rechenzentrums?
Die Renaissance-Künstler des Rechenzentrums heißen heute VMware oder XEN – nur zwei von etlichen Herstellern und Produkten, die es geschafft haben, die klassische Technologie virtueller Maschinen auf der x86-Plattform neu zu beleben. Virtuelle Maschinen ermöglichen es, auf einem einzelnen physischen Computersystem mehrere Betriebssystemumgebungen parallel zu betreiben.
Die Produkte am Markt unterscheiden sich hierbei in der technischen Umsetzung und in ihrem Funktionsumfang. Alle haben aber direkt oder indirekt das Ziel, mittels Konsolidierung von Betriebssystemumgebungen die vorhandenen physischen Ressourcen eines Computersystems besser auszulasten.
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