
Software ohne neue Hardware
Das SAP Uuniversity Competence Center an der Technischen Universität München wächst und versorgt immer mehr Lehrinstitute mit Software und Services – ohne ständig neue Hardware zu kaufen.
Es brummt wie in einem klimatisierten Hotelzimmer auf Hawaii – nur um Einiges lauter. Aber André Bögelsack ist nicht im Urlaub, sondern bei der Arbeit. Schon wieder musste er sich auf den Weg in den Keller machen, um in dem kleinen, fensterlosen Raum nach dem Rechten zu sehen. Hier hat das SAP UCC der Technischen Universität München seine Server untergebracht.
Und nun lässt sich einer der Server nicht mehr hochfahren. Das bringt André Bögelsack lieber schnell in Ordnung, sonst steht bei dem Administrator des UCC und seinen Kollegen das Telefon nicht mehr still. Können doch dann möglicherweise einige seiner Kunden – dazu zählen inzwischen rund 100 Hochschulen in Europa – ihre SAP-Systeme nicht wie geplant für Schulungen, Vorlesungen oder Forschung nutzen.
Im Keller zieht Bögelsack eine Festplatte aus dem defekten Server, um sie gleich in einen anderen, darunter stehenden Server einzuschieben. Jetzt noch die Kabel umstecken, dann kann’s wieder losgehen. „Kabel umstecken? Das war einmal“, sagt André Bögelsack, nachdem er von den Anfangszeiten im UCC erzählt hat. Heute verwaltet er das kleine Rechenzentrum, auf dessen rund 50 Servern derzeit 120 SAP-Systeme laufen, von seinem Laptop aus. Eher aus Gewohnheit und nicht, weil es notwendig wäre, läuft er einmal pro Tag in den Keller und schaut, „wie´s meinen Kindern geht“.
Dass André Bögelsack heute ganz entspannt seine Kellerrunde drehen kann, verdankt er auch einer Infrastruktur, die ganz auf Virtualisierung setzt – und damit für alle Beteiligten die Kosten senkt.
