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07.05.2009

Ganz reale Aufbruchstimmung

Von: Michael Zipf

Wer seine Rechenzentren effizienter managen will, kommt an Virtualisierungstechniken nicht vorbei. Doch Virtualisierung kann viel mehr, wie bei der dritten „SAP Virtualization Week“ im Silicon Valley deutlich wurde.

SAP Virtualization Week 2009 in Palo Alto, Kalifornien (Foto: SAP AG)

Die Experten sind sich einig: „Virtualisierung“ und „Cloud Computing“ sind derzeit die am meisten überstrapazierten Begriffe in der IT-Branche. Das kommt jedoch nicht von ungefähr. Schließlich suchen alle Unternehmen nach Möglichkeiten, effizienter zu wirtschaften und die Betriebs- und Investitionskosten zu senken.

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Da scheinen die beiden IT-Trends die perfekte Möglichkeit zu sein, Kosten zu senken, schneller auf neue Anforderungen reagieren zu können und gleichzeitig umweltschonender zu wirtschaften.

Einer Meinung sind die Fachleute aber auch hier: Cloud Computing steckt noch in den Babyschuhen, und die meisten Unternehmen wissen noch längst nicht, ob und wie sie Geschäftsprozesse an Dritte außerhalb der eigenen Unternehmensgrenzen in einer On-Demand-Infrastruktur verlagern sollen.

Virtualisierung der Serverlandschaften

Top 1-Thema Virtualisierung:

Welche Bedeutung die Branche dem Thema Virtualisierung inzwischen beimisst, machten die Marktforscher von Gartner Ende 2008 deutlich. Da vergaben sie den ersten Rang auf ihrer Top-10-Liste der wichtigsten strategischen Technologien fürs Jahr 2009 ans Thema Virtualisierung. Es schaffte es auf Rang eins aufgrund der „wachsenden Fähigkeiten, so ziemlich alles in einem Rechenzentrum zu virtualisieren“.

Virtualisierung dagegen hat sich inzwischen in vielen Unternehmen als Grundlage des modernen Betriebs von Rechenzentren durchgesetzt und immer mehr Firmen bauen auf die Virtualisierung insbesondere ihrer Serverlandschaften.

Doch damit sind die Vorteile der Virtualisierung bei weitem nicht ausgeschöpft, wie bei der dritten „SAP Virtualization Week“ in den Räumen der SAP Labs Nordamerika in Palo Alto, Kalifornien deutlich wurde.

Rund 100 Partner, Kunden und SAP-Experten diskutierten im SAP Co-Innovation Lab zusammen mit noch einmal so vielen Interessierten im Netz über die zukünftigen Chancen der Virtualisierung auch hinsichtlich Speicherung, Netzwerke und Desktops.

Und so mancher dachte noch weiter voraus, wenn nicht mehr nur Unternehmen, sondern auch einzelne Nutzer von virtuellen Anwendungen profitieren.

Bei den Anbietern von Virtualisierungslösungen macht sich Aufbruchstimmung breit. „2009 wird ein super Jahr für dieses Thema“, ist etwa Alan Murphy vom Infrastruktur-Anbieter F5 überzeugt.

Und Doug Emmons von EMC rechnet damit, dass die Zahl der Unternehmen, die Virtualisierungslösungen einsetzen, in den nächsten sechs bis achtzehn Monaten „rapide ansteigen wird.“

Deren Beweggründe hierfür sind unterschiedlich, doch alle sehen sich ähnlichen Problemen gegenüber.

  • Die Auslastung vieler Server liegt bei nur zehn bis zwanzig Prozent.
  • Rund die Hälfte der Energie in einem Rechenzentrum wird nur für die Kühlung der Server verwendet, weitere 40 Prozent verbrauchen die Server quasi im Leerlauf.
  • Die Rechenzentren wachsen, doch bis 2012 werden rund die Hälfte aller Unternehmen keinen Platz mehr haben, um dort neue Server unterzubekommen.

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